Training am Rettungszug

Einsatzbereit im Koralmtunnel
23.08.2025
Übung

Mit dem Bau des Koralmtunnels – einer der längsten Eisenbahntunnel Europas – entstehen auch neue Herausforderungen für die umliegenden Feuerwehren. Im Ernstfall zählt jede Minute, daher setzt die ÖBB auf speziell entwickelte Rettungszüge (Servicejet). Diese Hochleistungsfahrzeuge sind nicht nur für Brandbekämpfung und Rettung ausgelegt, sondern können auch technische Hilfe leisten: So sind sie in der Lage, liegen gebliebene Züge mit bis zu 2.000 Tonnen abzuschleppen, auch wenn keine Stromversorgung über die Oberleitung vorhanden ist, oder einen defekten Zug mit Energie zu versorgen.

Darüber hinaus verfügen die Rettungszüge über modernes Feuerwehrequipment:

  • mobile Rollcontainer mit Druckschläuchen, Atemschutzgeräten für bis zu 20 Einsatzkräfte, Wärmebildkameras und hydraulischen Rettungsgeräten,
  • große Löschwasserreserven und Löschanlagen, die vom Führerstand aus – auch in Kombination mit Schaummittel – eingesetzt werden können,
  • Evakuierungsmöglichkeiten für mehr als 300 Personen pro Zug,
  • ein Filtersystem mit Überdruckbelüftung, das den Fahrgastraum rauchfrei hält,
  • sowie vier leistungsstarke Strahlventilatoren am Dach, die für Sicherheit im Tunnel sorgen.

Schulung der FF Stainz

Am Wochenende vom 23. und 24. August 2025 nahmen auch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Stainz an den ersten Schulungen für den neuen Rettungszug teil. Am Samstag waren es 4, am Sonntag 2 Einsatzkräfte.

Da die ÖBB im Einsatzfall immer auf die Unterstützung der örtlichen Feuerwehren zurückgreift, ist es entscheidend, dass auch die Einsatzkräfte aus Stainz das neue Schienen-Fahrzeug, seine Funktionen und die mitgeführten Geräte genau kennenlernen.

Im Rahmen der Ausbildung standen sowohl das praktische Kennenlernen des Zuges als auch das Beüben der Gerätschaften auf dem Programm. Damit ist die FF Stainz künftig bestens vorbereitet, um im Ernstfall gemeinsam mit den ÖBB-Spezialeinheiten rasch und effizient helfen zu können.