Abschnittsübung in Ettendorf

FF Stainz bei Menschenrettung gefordert
17.10.2026
Übung

Am 17.10.2026 nahm die Freiwillige Feuerwehr Stainz mit dem HLF 4 und der Drehleiter an der Abschnittsübung in Ettendorf teil. Insgesamt standen 71 Feuerwehrkräfte mit elf Fahrzeugen im Einsatz, um zwei realitätsnahe Szenarien zu bewältigen. Der Schwerpunkt lag auf der Menschenrettung bei einem Wirtschaftsgebäudebrand sowie auf der technischen Rettung nach einem Verkehrsunfall.

Wirtschaftsgebäudebrand: Menschenrettung unter Atemschutz und über die Drehleiter

Das erste Übungsszenario stellte die Einsatzkräfte vor eine herausfordernde Lage: In einem Wirtschaftsgebäude war im Kellerbereich eine Garage in Brand geraten. Das Gebäude war stark verraucht, zwei Personen wurden im Garagenbereich vermisst und mehrere Kinder waren am Dachboden eingeschlossen.

Gemeinsam mit den Feuerwehren Ettendorf, Stallhof, Wald bei Stainz, Rossegg und St. Stefan ob Stainz arbeiteten die Stainzer Einsatzkräfte daran, die Menschenrettung und Brandbekämpfung unter möglichst realistischen Bedingungen durchzuführen.

Während mehrere Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung und Suche nach den vermissten Personen in den verrauchten Garagenbereich vorgingen, galt es gleichzeitig, die eingeschlossenen Kinder im Dachgeschoss zu retten. Dafür wurde ein Leiterweg zum Dachboden hergestellt. Die Menschenrettung erfolgte unter Atemschutz, wobei auch die Drehleiter der FF Stainz unterstützend eingesetzt wurde.

Das Zusammenspiel zwischen den Atemschutztrupps, den eingesetzten Mannschaften und der Drehleiter war dabei besonders wichtig, um die Rettungsmaßnahmen koordiniert und sicher durchführen zu können.

Auch die Wasserversorgung und die Einsatzorganisation waren Teil des Szenarios. Eine rund 200 Meter lange Zubringleitung vom Wasserbassin beim Rüsthaus Ettendorf versorgte die Einsatzstelle mit Wasser. Zusätzlich wurden eine Einsatzleitung und ein Sanitätsplatz durch die FF Ettendorf eingerichtet.

Technische Menschenrettung nach Verkehrsunfall

Das zweite Szenario beschäftigte die Feuerwehren Gundersdorf und Pirkhof. Neben dem Rüsthaus Ettendorf war ein Pkw auf dem Dach zum Liegen gekommen. Zwei verletzte Personen waren im Fahrzeug eingeschlossen.

Nach der Stabilisierung des Fahrzeugs wurde die technische Menschenrettung vorbereitet. Mithilfe des hydraulischen Rettungsgeräts erfolgte die Befreiung der eingeschlossenen Personen über den Kofferraum. Dabei standen ein sicheres Vorgehen und die koordinierte Zusammenarbeit der Einsatzkräfte im Vordergrund.

Positive Bilanz und kameradschaftlicher Ausklang

Bei der abschließenden Kundgebung wurden die beiden Übungsszenarien besprochen und der erfolgreiche Ablauf hervorgehoben.

Ein besonderer Dank galt allen beteiligten Feuerwehrkräften sowie der FF Ettendorf für die Organisation und Verpflegung.

Die Übung zeigte einmal mehr, wie wichtig regelmäßiges gemeinsames Training und das abgestimmte Zusammenwirken verschiedener Feuerwehren sind, um auch bei komplexen Einsatzlagen rasch und sicher helfen zu können.