Am 25.04.2026 nahm die Freiwillige Feuerwehr Stainz an einer groß angelegten KHD-Waldbrandübung im Raum Wielfresen teil. Übungsannahme waren mehrere gleichzeitig ausgebrochene, großflächige Waldbrände, die ein koordiniertes Vorgehen zahlreicher Einsatzkräfte aus dem Bezirk Deutschlandsberg, Katastrophenzüge aus Leibnitz, Voitsberg und Kärnten, eines Hubschraubers des Innenministeriums, der Bergrettung sowie des Roten und Grünen Kreuzes erforderten. Unser Kommandant, HBI Robert Eibl, war dabei als Teil des Lageführungsstabes in die überörtliche Einsatzleitung eingebunden.
Die Mannschaft der FF Stainz stand mit dem KHD-Waldbrandzug Deutschlandsberg, zusammen mit den Feuerwehren Wald bei Stainz, Eibiswald, Gundersdorf und Grünberg-Aichegg, im Übungs-Einsatz. Ausgerückt wurde mit dem HLF4 und einer Besatzung von sechs Mann. Bereits die Anfahrt stellte die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen: Lange, schmale und teils schwer passierbare Forstwege sowie das steile und unwegsame Gelände verlangten den Maschinisten und der Mannschaft höchste Konzentration ab.
Im Fokus der Übung stand die Bekämpfung eines angenommenen, sich großflächig ausbreitenden Waldbrandes im steilen Gelände. Zu den gestellten Aufgaben zählte das händische Anlegen einer Brandschneise mittels Motorsägen und Handwerkzeugen, um eine weitere Ausdehnung des Feuers zu verhindern. Parallel dazu erfolgte die Brandbekämpfung mit Waldbrandrucksäcken sowie über eine D-Leitung, was insbesondere in den Hanglagen eine körperlich fordernde Arbeit darstellte. Auch die zwischenzeitliche Versorgung von verletzen Kameraden gehörte zum Einsatz-Szenario.
Die ursprünglich geplante Unterstützung aus der Luft durch den Flugdienst bzw. Hubschrauber musste im Übungsverlauf jedoch abgebrochen werden, da aufgrund eines realen Waldbrandes im Bezirk Graz-Umgebung ein tatsächlicher Einsatz Vorrang hatte.
Diese Übung verdeutlichte einmal mehr die Komplexität und die besonderen Anforderungen bei der Bekämpfung von Vegetationsbränden, insbesondere in schwer zugänglichem Gelände. Gleichzeitig bot sie eine wertvolle Gelegenheit zur Vertiefung der Zusammenarbeit innerhalb des Katastrophenhilfsdienstes. Ein herzliches Danke an alle Beteiligten für die hervorragende Zusammenarbeit!
Hier gibt es einen ausführlichen Gesamtbericht vom Bereichsfeuerwehrverband Deutschlandsberg (BFVDL).
























